Gedenken an der „Blutmauer“

Am 12. und 13. März 1919, wurden in Lichtenberg 11 Mitglieder des Spartakusbundes standrechtlich erschossen. Nach der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar entwickelte sich der Generalstreik Anfang März zu einem Aufstand, dessen Schwerpunkte in Berlin der Alexanderplatz und der Stadtbezirk Lichtenberg waren. Reichswehrminister Noske (SPD) gab in dieser Situation den Befehl aus, jeden Bewaffneten sofort zu erschießen. In Lichtenberg, wo die Kämpfe sehr heftig waren, wurde die Falschmeldung verbreitet, daß 60 Polizisten ermordet worden seien. Insgesamt gab es in Berlin 1200 Opfer in diesen Tagen.

An der „Blutmauer“, die auf dem Gelände des alten Lichtenberger Friedhofes steht, sind die Tafeln mit den Namen der in Lichtenberg Ermordeten angebracht. Dieser Ort des Gedenkens steht unter Denkmalschutz.

Am Montag, dem 13. März 2016 findet um 15 Uhr das auf Initiative von der VVN-BdA veranstaltete diesjährige Gedenken im Rathauspark in der Möllendorfstraße in der Nähe des U-Bahnhofs Frankfurter Allee statt. Es werden wieder Schüler aus einer Schule der Umgebung einen inhaltlichen Beitrag leisten.