Zum Internationalen Frauentag 2017

Der Kampf um die Rechte der Frauen hat eine mehr als 100-jährige Geschichte. In diesen Zusammenhang gehört das Erstreiten des Wahlrechts für Frauen in den USA und daran anknüpfend die Initiative von Clara Zetkin im Jahr 1910, einen Internationalen Frauentag auszurufen. Der Kampf um die Gleichberechtigung der Frauen ist seitdem in der Welt ein wichtiger Faktor im Klassenkampf geworden.

Am diesjährigen internationalen Kampftag der Frauen blicken wir auf den 70. Jahrestag des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands (DFD) zurück, der vom 7. bis 9. März 1947 im Admiralspalast in Berlin gegründet wurde. Vorbereitend waren in der sowjetischen Besatzungszone am 8. Oktober 1945 antifaschistische Frauenausschüsse entstanden, die damit einen der Schwerpunkte der künftigen Entwicklung setzten.

In der BRD wurde der DFD am 2. April 1950 gegründet, aber bereits am 10. April 1957 im Zusammenhang mit dem KPD-Verbot von 1956 widerrechtlich verboten.

Den Schwerpunkt des Gründungsaufrufs des Frauenbundes, der sich an alle Frauen richtete, bildete der Kampf um einen dauerhaften Frieden. Er war die wichtigste Schlußfolgerung der Antifaschisten, Sozialisten und Kommunisten aus den 12 Jahren, in denen Krieg und Faschismus Europa und die Welt beherrscht hatten. In Anbetracht der gegenwärtigen Gefahren eines dritten Weltkrieges, der besonders in der langfristig vorbereiteten und gefährlichen Einkreisung Rußlands durch die Stationierung von NATO-Truppen und militärischem Gerät droht, ist der Blick in die Geschichte sehr aktuell. Der Kampf um den Frieden und gegen den Krieg ist auch unsere vorrangige Aufgabe. Ein weiteres Mal sind dieselben imperialistischen Kräfte am Werk, die im vergangenen Jahrhundert mit zwei Weltkriegen brutal ihre Interessen durchsetzen wollten und nun – im Atomzeitalter – das gesamte Leben auf der Erde bedrohen und aufs Spiel setzen.

Der Kampf um die Erhaltung des Friedens war einer der Grundpfeiler des DFD, der in der DDR in der Volkskammer durch eine eigene  Fraktion eine gesellschaftliche Kraft war. Die langjährige Vorsitzende Ilse Thiele vertrat  zudem den DFD in der Internationalen Frauenföderation (IDFF).

Bereits in der ersten Verfassung der DDR, die am Tag der Staatsgründung am 7. Oktober 1949 in Kraft trat, wurde in Artikel 7 die Gleichberechtigung von Männern und Frauen verankert. Das setzte sich gleichermaßen beim Recht auf Arbeit fort. Im Artikel 15 heißt es:„Das Recht auf Arbeit wird verbürgt. Der Staat sichert durch Wirtschaftslenkung jedem Bürger Arbeit und Lebensunterhalt.“ Ein entsprechender Artikel fehlt im Grundgesetz der BRD!

In den Städten wurden die Frauen, die anfänglich halfen, die Kriegstrümmer zu beseitigen, in der Produktion benötigt, was oftmals Ausbildungen, Schulungen und Fortbildungen erforderlich machte. Das Bildungsniveau der Menschen mußte kontinuierlich angehoben werden. Also war es selbstverständlich, daß auch Frauen studierten und beruflich Karriere machten. Durch die Errichtung von Kindereinrichtungen – Kindergärten und Horte – wurde ihnen ermöglicht, Familie und Beruf zu bewältigen. Das traf unter anderen Bedingungen ebenso für Frauen auf dem Land zu. Wo sie auch lebten, sie wurden selbständige und selbstbewußte Menschen. Alleinstehende Frauen mußten sich nicht mit zwei oder mehr Arbeitsstellen belasten, um das Überleben für ihre Kinder und sich zu sichern. Durch die Beruftätigkeit konnten sie sich verwirklichen und die Grundlagen ihres Lebens schaffen. Besonders die Frauen erlebten die Rückschritte durch die Konterrevolution.

Um das bewußt zu machen, ist es immer wieder wichtig, von den Fortschritten zu reden, die es schon einmal gab. Es bedarf eines erneuten Anlaufs, um sie wieder zu erreichen. Das klingt einfach, ist aber schwer zu machen.

Kämpfen wir darum – Frauen und Männer gemeins