Durch kommunalen Wohnungsbau eine Katastrophe verhindern!

Joachim Geserick, Listenplatz 8: 66 Jahre, Rentner, aktiv im Bereich Wohnungspolitik und bei »Kunst als Waffe im Klassenkampf«

Joachim Geserick, Listenplatz 8

Suchen Sie eine Wohnung, weil Sie eine Familie gründen wollen, weil Ihre alte Wohnung zu klein oder vom Arbeitsplatz zu weit entfernt ist? Vielleicht wollen Sie aber auch nur eine schönere Wohnung haben mit mehr Sonnenlicht, einem angenehmeren Kiez und einer besseren Verkehrsanbindung. Bei Ihrer Wohnungssuche in den letzten Jahren mussten Sie feststellen, dass freie Wohnungen zu bezahlbaren Mieten kaum zu finden sind und für die wenigen freien, die angeboten werden, die Eigentümer, insbesondere Kapitalgesellschaften, ihre Mietforderungen immer höher treiben.

Allein in Berlin brauchen wir über 100.000 neue gut ausgestattete Wohnungen, in denen man sich wohlfühlen kann und deren Mieten von allen problemlos bezahlt werden können. Doch Wohnungen sind im Kapitalismus normalerweise eine Ware und unterliegen den Gesetzen des Marktes und dem Drang ihrer Besitzer, besonders der großen Wohnungsgesellschaften, nach einer Höchstrendite. Da hat die Bevölkerungsmehrheit, haben die Menschen mit durchschnittlichem oder zu geringem Einkommen, mit Leiharbeits- und Teilzeitverträgen so gut wie keine Chance mehr.

In dieser Situation spricht alles für die Forderung der DKP nach einem kommunalen Wohnungsbau auf öffentlichem Boden. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Der so geschaffene Wohnraum, der nur im Rahmen festgelegter Einkommensgrenzen vermietet würde, hätte eine für alle gleiche und niedrige Miete. Das würde zugleich Druck auf andere Vermieter ausüben, ebenfalls ihre Mieten zu senken.
  • Viele neue und dauerhafte Arbeitsplätze mit festen Tariflöhnen könnten in öffentlichen Bauunternehmen und in den Verwaltungen geschaffen werden.
  • Mieter und Baubeschäftigte könnten bei der Bau- und Stadtplanung durch öffentliche Aussprachen und Beschlussgremien die Möglichkeit für eine demokratische Mitsprache erhalten.
  • Existenzangst wegen drohender Zwangsräumung wäre ausgeschlossen. Die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner könnte spürbar zunehmen.

Die Baukosten kann der Statt über eine Extra-Steuer für Kapitalgesellschaften und Millionäre und durch Senkung der Rüstungsausgaben finanzieren. Das wäre endlich auch eine Rückverteilung des Reichtums von oben nach*unten.