Revolution hat Zukunft! – 100 Jahre Roter Oktober

Unter diesem anspruchsvollen Motto veranstalteten die DKP, der Rotfuchs-Förderverein und die SDAJ am 21. Oktober eine gemeinsame Konferenz im traditionsreichen Kino Babylon, im Berliner Stadtbezirk Mitte.

Die Große Sozialistische Oktoberrevolution ist ein herausragendes Ereignis der Geschichte – ein Schritt in eine neue Zukunft der Menschheit. Darin waren sich wohl alle etwa 500 Teilnehmer der Konferenz und der Podiumsdiskussion einig.

Götz Dieckmann, Historiker und Mitglied des Rotfuchs – Förderverein, hob die tragische Rolle der deutschen Arbeiterklasse bei dem Aufbruch des russischen Proletariats hervor. Das Scheitern einer deutschen Revolution beeinflusste den Gang der Geschichte nachhaltig.

Bruno Mahlow, Mitglied des Ältestenrates der Partei „Die Linke“ forderte unter großem Beifall, dass die Leistungen der Oktoberrevolution jederzeit und sehr konsequent gegen den wieder immer mehr erstarkenden Antikommunismus verteidigt werden müssen. Der Kampf für den Frieden muss immer der Kampf für den Sozialismus sein. Es gibt keine andere Möglichkeit – auch das hat uns die Oktoberrevolution – wenn auch sehr schmerzlich gelehrt.

Es ist die unabdingbare Aufgabe der kommunistischen Parteien den Kampf um diesen Kampf um Frieden und Sozialismus zu führen, hob Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP, eindringlich hervor. Die kommunistische Partei ist die Trägerin der Weltanschauung aus der sich Theorie und Taktik ableiten, ohne die kein Bruch mit dem Kapitalismus möglich ist.

Auch kulturell hatte  die Konferenz einiges zu bieten:. Ellen Schernikau las aus den Werken ihres Sohnes Ronald Schernikau. Die Rotfuchs-Singegruppe, Achim Bigus, Gina Pietsch und Erich Schaffner sorgten für die musikalische Umrahmung – unterstützt von vielen sangesfreudigen Kehlen aus dem Saal. Esther Bejerano musste ihre Teilnahme leider aus Gesundheitsgründen absagen – auch von der Anstoß-Redaktion ganz herzliche Genesungswünsche.

Auf einer Podiumsdiskussion wurden dann von Ellen Brombacher (Kommunistische Plattform der „Linken“) Wolfgang Dockhorn (Rotfuchs-Förderverein), Florian Heinrich (SDAJ-Bundesgeschäftsführung)), Patrik Köbele (DKP), Torsten Schöwitz (KPD) und Brunow Mahlow vor allem Fragen der aktuellen Politik und der Bündnispolitik heiß diskutiert. Stefan Huth (Chefredakteur der „Jungen Welt“) hatte als Moderator gut zu tun. Der große Wunsch nach gemeinsamen Handeln zog sich durch die gesamte Diskussion – aber es wurden natürlich auch die verschiedenen Sichtweisen auf die jeweiligen politischen Rollen deutlich.

Deutlich wurde auch, dass eine solche Konferenz nicht alle Probleme und Widersprüche, die sich aus der großen Geschichte der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution für die Kommunistische Weltbewegung ergeben, nicht ansprechen kann – dazu ist der Rahmen doch zu eng.

Aber in der Zuversicht der Beteiligten der Konferenz liegen die Hoffnung und die Zukunft. Und hoffentlich auch die Tat.